Gioconda Belli – Lesung und Diskussion

– Hasta que seamos libres – Bis dass wir frei sind

Samstag, 12.10.2019, 19:00 Uhr, Süsterkirche, Güsenstraße 22, 33602 Bielefeld

Ich werde nicht sterben, ohne das befreite Land zu sehen – selbstbewusst und mit klarem Blick spricht die nicaraguanische Autorin Gioconda Belli über die aktuelle politische Situation ihres Heimatlandes und steht dabei dem aktuellen Präsidenten Ortega deutlich kritisch gegenüber. Bekannt wurde Gioconda Belli durch ihre Bücher wie z.B. „Die bewohnte Frau“.

Die ehemalige Anhängerin der Sandinistischen Nationalen Befreiungsfront will durch ihre Beiträge das Publikum auf dieses hochbrisante Thema aufmerksam machen und die Notwendigkeit des Handelns aufzeigen.

Sie trägt zudem aktuelle und unveröffentlichte Gedichte vor, die sich auf diese Situation beziehen. Das Programm bietet eine besonders spannende Verbindung von Literatur und Politik: die Lesung eigener literarischen Texte wird mit brisanten Berichten und Analysen zur aktuellen Situation in Nicaragua kombiniert.

Denn 39 Jahre nach dem Sieg der Revolution in Nicaragua, mit der 1979 der Diktator Somoza  vertrieben wurde, gibt es seit April letzten Jahres dort wieder einen Volksaufstand. Er richtet sich gegen das Regime des einstigen Revolutions-Kommandanten Daniel Ortega und seine Frau und Vizepräsidentin Rosario Murillo, die beanspruchen, die sandinistische Revolution fortzuführen.  Die Aufstände, die als Proteste von Alten und Studenten begannen, wurden seitdem von der Regierung auf blutigste Art und Weise beantwortet. Die bisherige Bilanz zählt weit über 400 Tote, Tausende Verwundete sowie Verschwundene und Verhaftete.

Die BIOHAUS-Stiftung organisiert Eintrittskarten (8,- / 5,- €, erhältlich im Mühlencafé) und Fahrgemeinschaften nach Bielefeld.